Die Kraft der zwei Herzen

Roger Federer tut es, Viktor Giaccobo und neuerdings Matthias Aebischer: Immer häufiger geben sich Prominente für die Werbeindustrie her und verdienen mächtig dazu, oder lassen sich ehrenamtlich für eine gute Sache einspannen.

Haben Sie sich nicht auch schon mal überlegt, für welches Produkt Sie Werbung machen möchten? Für Lindt, Rolex und Bio-Produkte? Wer ein Star ist, kann es sich auslesen. Doch das greift zu kurz. Auch diese müssen sich für Produkte entscheiden, die ihre Lebensanschauung, ihre Ideale und Vorstellungen unterstreichen. Denn die Beliebtheitsskala von Ikonen, die für Bier, Schnaps und Autos werben, sinkt schnell ab. Man sollte mit geschwellter Brust sagen können: für dieses Produkt stehe ich gerne ein!

Ich habe heute ein solches Produkt für mich gefunden. Und zwar konnte ich eine Testfahrt mit dem fünftürigen Opel Ampera machen, der ab Ende Jahr 2011 in der Schweiz erhältlich ist. Der Preis ist zwar mit CHF 52'900 (inkl. MwSt) stolz für ein Auto, das weder ein Hybrid noch ein reines E-Mobil ist. Der Unterschied liegt im vielversprechenden Antriebsstrang: Der Voltec-Antrieb mit 150 PS schafft 160 km/h und fährt mit vollem Akku (unter 4 Stunden Ladezeit) circa 40-80 Kilometer weit rein elektrisch, bevor sich ein 1.4 Liter-Benziner zuschaltet und Strom für circa 500 weitere Kilometer liefert. Der Verbrennungsmotor treibt das Auto nicht wie bei einem Hybrid direkt an, sondern versorgt den E-Motor mit Energie.

Insgesamt liegen die täglichen Wegelängen in der Schweiz in einem Bereich, der das rein elektrische Fahren mit dem Opel Ampera zulässt. Ohne Benzinverbrauch, ohne Abgasentwicklung. Denn pro Tag nutzen die Schweizer ihr Auto durchschnittlich für 38.5 Kilometer. Dabei werden an 80% der Tage weniger als 40 Kilometer zurückgelegt. Und wenn ich vollbeladen in die Ferien reisen will, dann sticht das Argument „zu wenig Reichweite für ein Elektroauto“ dank dem Range Extender auch nicht mehr.

Die Anzeigen auf dem Touchscreen-Monitor motivieren ausserdem zum Energiesparen. Über eine Taste kann ich zwischen Normal-, Sport-, Berg- und Stadtmodus auswählen. Der Normalmodus ist besonders energieeffizient. Durch regeneratives Bremsen kann die Batterie geladen werden. Beim Sportmodus ist der Drehmoment-Einsatz spontaner, der Benzingenerator setzt früher ein. Der Bergmodus sorgt dafür, dass bei Bergfahrten genügend Leistung zu Verfügung steht. Im Stadtmodus stellt sich das Batteriemanagement auf typische Pendlerfahrten ein. Dort schaltet sich der Generator sofort ein und hält so die Batterie auf ihrem aktuellen Ladezustand. Welcher Modus am besten gefahren wird, ist Übungssache. Meine Fahrgewohnheiten muss ich jedoch nicht ändern. Ich kann einsteigen und losschweben. Und es fühlt sich an, als wäre es ein Sportwagen.

Und nicht zu vergessen: Als Fahrerin eines Opel Ampera sende ich ein Signal aus ans Umfeld: ja, elektrisch fahren ist möglich, täglich, im Alltag. Und ich postuliere an die Autoindustrie: ich will ein emissionfreies Auto, das Spass macht! Klar weiss ich, dass für die Herstellung des Amperas und seiner Batterie viel Energie verwendet wird. Und klar weiss ich, dass jeder nicht gefahrene Kilometer besser ist als ein elektrischer. Und ja, das Elektroauto ist nicht die Lösung aller Verkehrsprobleme. Doch eines ist mir auch klar: Der Ampera symbolisiert, zusammen mit anderen Elektroautos, die nun auf den Markt drängen, ein Ende der fossilen Mobilität hin zu einer genussvollen, sauberen und leisen Zukunft.

Sehr gerne würde ich mich wie Katie Melua, Songwriterin und Sängerin, von Opel als Markenbotschafterin für den Ampera anheuern lassen. In der Medienmitteilung lässt sich die britische Sängerin zitieren: „Mir gefällt die Art, wie der Ampera das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit umsetzt, gleichzeitig aber Emotionalität und Lebensfreude transportiert“. Ich sage dazu: Dito.

 

❒ Sybille Imesch, Mobilitätsakademie