In aller Munde: die Elektromobilität

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Autor: Dr. Manfred Josef Pauli
Beitrag im ZOOM | Oktober 2010

Im Jahr 2010 hat sich die Berichterstattung zur Elektromobilität gehäuft. Grob lassen sich die Artikel in vier Kategorien einteilen:

Allgemein: Grundsätzliche Artikel über die Elektromobilität, was sich hinter diesem Begriff verbirgt und welche Erscheinungsformen es gibt (Auto, Velo, Scooter, ÖV, Langsamverkehr

Faktor Mensch: Einstellungen zur Mobilität, zum Auto, emotionale Aspekte des Fortbewegens, Akteure in der Mobilität, Wechselbereitschaft zwischen Mobilitätsträgern, persönliche Fahrberichte

Technik:
Entwicklungen an Elektrofahrzeugen in allen Kategorien, im Bereich Speichermedien/Batterien, Messbarkeit von Auswirkungen, Recycling

Intervention und Steuerung:
Artikel zur Förderung oder Behinderung von Elektromobilität, Politik und Gesellschaft, Auswirkungen auf und Einfluss von Siedlungsstrukturen und Raum, Aktionsprogramme und Fördermassnahmen, Subventionen und Finanzierungsinstrumente


Eine Rubrik ist 2010 beliebt geworden: „Persönliche Fahrberichte“. Dies auch, da viele Modelle als Prototypen vorgestellt oder in Fahrtests angeboten werden und die traditionellen Autosalons jetzt mit E-Spezialitäten intensiv Werbung machen. Fahrberichte gibt es mit essayistischem Zugang, als „Fun-Reportage“ oder als trockenes Faktenblatt.

Manche Aussagen kehren stets wieder:

  • Der Fahrspass der E-Autos ist hoch (und je nachdem höher als erwartet oder höher als beim Verbrennungsmotor)
  • Die Angst vor geringer Reichweite ist hoch (der Seitenverweis auf zusätzlichen Stromverbrauch durch Radio und Klimaanlage darf da nicht fehlen)
  • Die Drosselung auf Höchstgeschwindigkeiten wird meist kritisch angemerkt (selbst in der Schweiz solche auf 130 km/h)
  • Die geringe Lärmemission wird meist als problematisch hinsichtlich des Unfallgeschehens bewertet.


Wenn es um die Frage des Anteils elektrischer Auto an der Gesamtflotte oder beim Neuwagenkauf bis zu einem bestimmten Zeitpunkt geht (meist 2020), stützen sich die meisten Medien eher auf skeptische Studien, die bis 1% vorhersagen, solche mit Marktanteilen von 16-50% tauchen kaum auf.

Die Elektromobilität wird derzeit in den Medien oft thematisiert und es „elektrisiert“. Wie stets, wenn etwas in Mode ist, tauchen kritische Stimmen auf und heben den Mahnfinger; ein„E-Hype“ sei das, nichts als windige Versprechen.

Ich begrüsse es vielmehr, wenn die Medien weiterhin viel und ausführlich über die Entwicklungen im Bereich Elektromobilität schreiben und sich aller Ausdrucksformen bedienen. Eine E-Hype-Angst muss keinen befallen. Denn das elektromobile Zeitalter hat bereits begonnen. Und es kann nur hilfreich sein, wenn möglichst breit die Chancen diskutiert werden. Nicht zuletzt, um möglichst viele kluge Köpfe für dieses Thema zu gewinnen.



❒ Dr. Manfred Josef Pauli, Mobilitätsakademie

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Autos - grün in die Zukunft.  



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