Grusswort

von Walter Thurnherr, Generalsekretär des Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)

Der „Roll-Out“ hat begonnen. Die ersten Elektrofahrzeuge aus der Serienproduktion rollen lautlos und sauber auf unseren Strassen. Elektrovelos sind schon nicht mehr aus dem Strassenbild wegzudenken. Doch wie passt es zusammen, die Mobilität auf der Strasse zu elektrifizieren und gleichzeitig den Ausstieg aus der Atomenergie zu planen?

Die „Energiestrategie 2050“ des Bundesrats will die Stromlücke aus dem Verzicht auf Atomkraftwerke möglichst innerhalb der Schweiz schliessen. Dies soll insbesondere durch Produktion von Strom aus erneuerbaren Quellen und durch das Einsparen von Energie  geschehen. Elektroautos aber, die wir mit dieser Konferenz fördern wollen, werden zusätzlichen Strom benötigen.

Dies ist aus folgenden Gründen kein Widerspruch:

1.   Die Energiestrategie will nicht einfach Strom sparen, sondern unter Berücksichtigung der Klimaziele des Bundes den Energieverbrauch insgesamt reduzieren. Der Elektromotor hat einen deutlich besseren Wirkungsgrad als ein Verbrennungsmotor und verbraucht daher weniger Energie.

2.   Ein Elektroantrieb muss nicht zwingend mit Strom aus der Steckdose betrieben werden. Auch Brennstoffzellen, respektive der dazu gehörende Wasserstoff, könnten eine gute Möglichkeit darstellen, Fahrzeuge anzutreiben

3.   Autobatterien und Wasserstoff könnten in Zukunft Energie aus nachhaltigen, unregelmässigen Stromquellen wie Wind- und Solarkraftwerken speichern und dazu beitragen, Stromspitzen zu brechen.

Gerade beim letzten Punkt sind noch erhebliche Probleme zu überwinden. Der dritte Kongress des Schweizer Forums Elektromobilität erlaubt eine offene Diskussion über mögliche Lösungsansätze. Wissenschaft und Entwicklung tauschen sich hier aus.

Energie sparen ist einfacher  als sie nachhaltig zu produzieren. Der Elektromotor hilft beim Sparen, insbesondere bei der nicht erneuerbaren fossilen Energie. Die Zukunft beginnt nicht irgendwann, sondern jetzt.

Ich wünsche der dritten Ausgabe der Konferenz viel Erfolg.

Walter Thurnherr

Wir freuen uns ausserordentlich, Herrn Walter Thurnherr am 3. Kongress persönlich begrüssen zu dürfen!