Schweizer Road Map Elektromobilität

Dem Strassenverkehr stehen heute umfassende Veränderungen bevor; von fossil zu elektrisch. Um die sich daraus ergebenden Herauforderungen für den Energie- und den Verkehrssektor gemeinschaftlich anzugehen, hat sich auf Initiative der Mobilitätsakademie innerhalb des Schweizer Forums Elektromobilität eine Kommission aus Vertretern der massgeblichen Organisationen am Schweizer Elektromobilitätsmarkt gebildet.

Die Road Map beschreibt den Weg der Schweiz hin zur Elektromobilität: Eindeutiges politisches Bekenntnis zur Elektromobilität, Aufbau einer landesweiten Ladeinfrastruktur und einheitliche Kenntlichmachung der e-Infrastrukturen. Daneben sind noch weitere Massnahmen notwendig, die die Road Map auflistet. Im Mittelpunkt stehen die notwendigen Sofortmassnahmen öffentlicher und privater Akteure für eine beschleunigte Markteinführung.

Die Road Map wurde am 3. Kongress des Schweizer Forum Elektromobilität der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Leitung der Kommission erfolgte durch eine Präsidentin, welche von der Mobilitätsakademie in Absprache mit dem Bundesamt für Strassen benannt wurde. Die Kommission «Road Map Elektromobilität» tagt nicht mehr. Die Arbeiten der Kommission sind mit der Fertigstellung der Dokumente abgeschlossen.

Zu den Unterstützern der "Road Map" gehören 31 Organisationen aus dem Verkehrssektor, unter anderen die beiden grossen Verkehrsclubs TCS und VCS.

 

Drei Top-Prioritäten der Schweizer E-Mobilitätspolitik:

Vor dem Hintergrund der wachsenden Marktdurchdringung der Elektrofahrzeuge muss in den kommenden Jahren die dazu zwingend notwendige Ladeinfrastruktur umfassend ausgebaut werden. Alle Akteure, von den Automobilherstellern, über die Energieunternehmen bis hin zu den verantwortlichen Stellen in Bund, Kantonen und Gemeinden, sind jetzt zum Handeln aufgerufen. Das Ziel für das Jahr 2020 muss es sein, eine landesweit differenzierte Ladeinfrastruktur zu schaffen, welche einen Anteil von 10% bis 30% steckdosenfähiger Elektroautos am Schweizer Fahrzeugmarkt versorgen kann. Im Einzelnen heisst das:

  • 600.000 häusliche Systeme («sleep&charge»)
  • 60.000 business und office-Stationen («work&charge»)
  • 30.000 öffentliche Ladestationen an Geschäften, Restaurants u.ä. («shop&charge»)
  • 150 Schnellladestationen mit mehreren Steckplätzen                 («coffee&charge»)

Eine tragende Rolle bei der Elektrifizierung des Schweizer Strassenverkehrs spielt die schrittweise Umrüstung privater und öffentlicher Fahrzeugflotten. Über eine elektromobile Beschaffungspolitik privater und öffentlicher Grossnachfrager bieten sich weitreichende Möglichkeiten, den Anteil von Elektrofahrzeugen in den kommenden Jahren massgeblich zu erhöhen. Insbesondere die öffentlichen Stellen sind angehalten, mit entsprechenden Verordnungen zum Aufbau von Einkaufspools die Beschaffung von Elektrofahrzeugen für ihre eigenen Flotten zu erleichtern. Das Ziel ist es, bis 2020 zwischen 25 % und 50 % der gegenwärtigen betrieblichen Flotten auf Elektrofahrzeuge umzustellen.

Um den unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen betrieblicher und privater Nutzer gerecht zu werden, muss das Angebot an Elektrofahrzeugen in der Schweiz deutlich erweitert werden. Insbesondere im Automobilsegment sind Hersteller und Importeure aufgefordert, ihre elektromobilen Produkt- und Dienstleistungspaletten auszuweiten und mit neuen, zielgruppengerechten Angeboten die steigende Nachfrage in der Schweiz rechtzeitig zu bedienen. Dazu gehören auch Fahrzeuge für die Güterlieferung. Vorausgesetzt die Schweizer Importeure verstärken ihr derzeitiges elektromobiles Engagement und sorgen mit einer beschleunigten Markteinführung neuer Modelle für ein breites Angebot, kann bis 2020 mit einem Anteil von 10% bis 30% immatrikulierter, steckdosenfähiger Automobile in der Schweiz gerechnet werden.

Unterstützung

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Switzerland had lot's to offer when it came to showing the pathway of shifting from combustion-powered vehicles to battery-electric ones. (...)

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