Aufladen zuhause

Egal ob Auto, Scooter oder Fahrrad, wer sein Elektrofahrzeug in einer gemeinsamen Garage laden möchte, wird oft mit Problemen konfrontiert. Befindet sich dort überhaupt eine zugängliche Steckdose? Reicht die Leistung der Steckdose für die Elektronik des Fahrzeugs? Der TCS hat dieses Thema gründlich untersucht. 

Vor dem Fahrzeugkauf sollte die elektrische Installation des Hauses durch einen Spezialisten überprüft werden. So lässt sich abschätzen, ob Anpassungen nötig sind, zudem werden allfällige Risiken wie Stromschlag oder Brandgefahr ausgeschlossen. Die Ladestation bietet nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch höheren Bedienungskomfort, da nicht jedes Mal das Kabel aus dem Kofferraum geholt werden muss. Überdies wird die Ladedauer durch höhere Ladeströme deutlich verringert, und man kann gezielt die Niedertarifzeiten nutzen. Allerdings dürfen Mieter und Wohnungsbesitzer nicht einfach ohne Bewilligung Ladestationen einbauen lassen. Meist wird der in Gemeinschaftsräumen verbrauchte Strom durch einen einzigen Zähler erfasst.

Es ist davon abzuraten, einen separaten Zähler für das elektrische Fahrzeug installieren zu lassen, denn gewisse Energielieferanten verlangen dafür eine monatliche Grundtaxe von 5 bis 10 Franken. Wie die untenstehende Aufstellung zeigt, bewegen sich die jährlichen Stromkosten für ein Fahrzeug in der Regel zwischen 300 und 500 Fr. Bei kleinen Mietgemeinschaften und einvernehmlichen Beziehungen unter den Nachbarn kann man einen Pauschalpreis festlegen. Zu diesem Zweck schätzt man die anhand der Batteriekapazität benötigten Kilowattstunden im Hoch- und Niedertarif ab. Der Preis sollte hoch genug angesetzt werden, damit das Aufladen zu Hochtarifzeiten ebenfalls abgedeckt ist. Es ist auch möglich, eine Ladestation mit einem eingebauten, vom Energielieferanten nicht geeichten Zähler zu verwenden, um den Stromverbrauch zu erfassen und allfällige Bedenken anderer Mieter auszuräumen. Die transparenteste Lösung ist jedoch eine mit dem Zähler der eigenen Wohnung verbundene Zuleitung. Eine solche Installation erfordert aber ebenfalls die Genehmigung des Vermieters oder der Eigentümerversammlung.

Quelle: touring 4, 7. März 2013, Salon Spezial, S. 15