In 5 Schritten zum ganz persönlichen Elektromobil

Du willst mobil sein? Individuell unterwegs auf zwei, drei oder vier Rädern? Frei und unabhängig, ohne die Umwelt zu belasten? Dann steige ein in die neue Welt der Elektromobilität und finde Dein ganz persönliches Elektromobil! Wie das geht, lernst du hier!  

 

1. Schau dir deine Wege an

Die Hälfte aller Auto-Fahrten ist kürzer als 5 km. Viele dieser Wegstrecken könnten gut zu Fuss oder mit dem Velo zurückgelegt werden – das tut der Gesundheit gut und ist günstiger!

Die Nutzung des Autos führt bei diesen kurzen Entfernungen oft zu keiner Zeitersparnis: Wege zum Parkplatz, mögliche Staus und Umleitungen sowie die Parkplatzsuche am Zielort führen dazu, dass die Fahrt häufig länger dauert als angenommen. Und wieso nicht bis zu 10 Kilometer ein Elektrovelo nehmen? Und was darüber hinaus geht, kann z.B. auch mit kombinierten Lösungen bewältigt werden. Also wieso nicht mit dem Velo zum Bahnhof, dann die Langstrecke mit der Bahn und vom Ausstiegsbahnhof noch mit dem E-Auto die letzten Kilometer?

Die meisten von uns überschätzen ihre Weglängen. Darum empfiehlt es sich, die Tagesdistanzen einmal genauer anzusehen.  

2. Schau dir an, was es alles gibt.

Elektrofahrzeuge gibt es in verschiedenen Varianten – vom E-Velo über die E-Scooter, E-Motorräder, verschiedene Spezialfahrzeuge wie Segways, E-Trottinettes bis hin zu den E-Autos.

Für all dies gibt es mittlerweile Übersichtstabellen. Und für alle jetzt auf dem Markt befindlichen E-Fahrzeuge gilt, dass sie sicher, praktikabel und erprobt sind. Ausnahmen stellen leider z.B. beim E-Velo-Markt noch kostengünstige Produkte aus Fernost dar.   Insgesamt aber ist die Auswahl heute schon recht gross. Bei den Autos kommen in den nächsten Jahren alle bekannten Hersteller mit Modellen auf den Markt. Da der Elektromotor selber ähnliche Fahrerlebnisse liefert, differenzieren sich die E-Autos noch stärker über Design, Details und Gesamtpakete. 

3. Schau, ob alles passt.

Stimmen alle Rahmenbedingungen?  

Beim E-Velo ist das meist noch ein zweiter Akku, damit auf längeren Touren völlige Autonomie besteht. Denn das Laden geht wirklich an jeder Steckdose.   Beim E-Auto gilt es, insbesondere zu Hause dafür sorgen zu lassen, dass die bestehenden Anschlüsse passen und durch eine Heimladestation ergänzt werden. Mit dieser ist das E-Auto auch für die Entwicklungen der nächsten Jahre sicher am Strom angeschlossen.  

Sind regelmässig längere Strecken mit darauf folgenden längeren Pausen (z.B. beim Arbeiten) zu bewältigen, ist sicher zu stellen, dass diese Pausen fürs Nachladen genutzt werden können, z.B. durch einen Anschluss in der Garage beim Arbeitsplatz.  

Empfehlenswert ist es auch, in seiner Gemeinde bzw. in seinem Kanton nachzufragen, ob Elektroautos z.B. von der Motorfahrzeugsteuer befreit sind. Das kann für die preisliche Abwägung noch eine Rolle spielen, genauso wie der Wegfall der Mineralölsteuer. Auch ein genauer Blick auf das eigene Mobilitätsverhalten kann helfen, durch clevere Kombination verschiedener Transportträger zeit-, ressourceneffizient und evt. sogar komfortabler ans Ziel zu kommen.

4. Schau, mit was Du fährst.

Elektrofahrzeuge bieten zum ersten Mal die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, mit welchem „Treibstoff“ gefahren wird. Nicht mehr fossile Brennstoffe treiben die E-Fahrzeuge an, sondern Strom. Und der kann heute gekauft werden als Wind-, Sonnen- oder Wasserstrom oder aus anderen regenerativen Quellen, was das E-Fahrzeug noch effizienter und umweltfreundlicher macht.  

Mittlerweile bieten fast alle Energie- und Mobilitätsversorger Gesamtpakete rund um das Elektroauto an: vom Fahrzeug über die Ladeinfrastruktur, den notwendigen Versicherungen bis hin zum Strompaket aus regenerativen Quellen. Fragen Sie danach!  

Und wer ein eigenes Haus oder eine Garage hat, kann sich überlegen, ob er nicht eine Photovoltaikanlage anbringen lassen will. 10 qm einer solchen Photovoltaik-Anlage reichen den meisten aus, um ein durchschnittlich gefahrenes Elektrofahrzeug komplett mit Energie zu versorgen. Und die Batterie im Auto kann zukünftig noch als Puffer dienen, falls zuviel oder zuwenig Strom produziert wird. 

5. Schau nicht mehr, fahr los.

Alles klar?

Dann nichts wie hin zum Händler oder Allroundanbieter und sich ein Stück Zukunft holen. Und viel Vergnügen mit dem elektrischen Fortbewegen.  

Wer noch nicht ganz umsteigen will, für den gibt es mittlerweile Leasing- und Shareangebote mit Elektrofahrzeugen – für den stundenweisen Einsatz, aber auch für ganze Tage. Damit kann noch ohne Kauf ausprobiert werden, was Elektrofahrzeuge können und wieviel Fahrspass sie bieten.



5 Schritte zum Elektroauto



Well-To-Wheel

Eine Well-To-Wheel-Bilanz („von der Quelle zum Rad“) ist mithilfe der Analyse-Software Optiresource möglich. Diese berücksichtigt die ganze Energiekette von der Rohstoffgewinnung bis zur Tankstelle.

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