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Anbei finden Sie Testimonials und Meinungen zum Thema Elektromobilität.

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Elektrofahrzeuge: Jetzt sind Pioniere gefragt

Fritz Beglinger, Leiter Geschäftsbereich Industrie und Handel, Mitglied der Geschäftsleitung Electrosuisse

Erschienen in: Bulletin SEV/VSE, 11. Februar 2011 Nr.2|2011

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Obwohl die Hersteller auf Automessen und in der Presse in jüngster Zeit vermehrt ihr Engagement in die «Stromer» zeigen, kann von einer Serienreife in den allermeisten Fällen noch nicht die Rede sein. Fahrzeuge wie der Tesla Roadster oder Think City sind im Gesamtmarkt mit einem Anteil von weniger als 0,1 % ein Tropfen auf den heissen Stein. Im Jahr 2010 fahren gerade einmal 2 % der neu verkauften Fahrzeuge elektrisch unterstützt oder rein elektrisch. Trotzdem führt auf lange Sicht aber am Elektroantrieb kein Weg vorbei – denn umweltfreundliche Elektrofahrzeuge entscheiden über die langfristige Überlebensfähigkeit der Automobilindustrie und ermöglichen ein zumindest lokal emissionsfreies Fahren. Bis dahin steht ein nie gekannter Investitionsbedarf dem äusserst geringen Ertragspotenzial gegenüber. «Das Auto wird sich in den nächsten 10 Jahren stärker verändern als in den vergangenen 100 Jahren», tönt es aus der deutschen Autoindustrie. Diese ist gefordert: In welche Technologie sollen sie und Zulieferer investieren? Infrage kommen reine Elektroantriebe, Brennstoffzellenantriebe, Hybridantriebe und Range-Extender-Antriebe. Dazu kommen all die Derivate zu jeder einzelnen Technologie, und jede Antriebsform hat ihre Vor- und Nachteile.

In den nächsten drei Jahren sind in der Schweiz ca. zwei Dutzend Elektro-Personenwagen zur Markteinführung angekündigt. Jetzt sind die Pionier-Nutzer gefragt! Ohne sie können keine Technologien und Konzepte getestet werden, wird keine Ladeinfrastruktur aufgebaut, kann keine Alltagstauglichkeit dieser Vehikel demonstriert werden. Wo sind die Chefs und überzeugten Freaks, die daran glauben, dass sich momentan Zusatzkosten bei Investitionen in Elektrofahrzeuge lohnen, damit die Technologien zur Serienreife entwickelt und nachher zu vertretbaren Kosten produziert werden können? Es gibt bereits heute genügend Angebote in der Schweiz für reine «Stromer» für Kurzfahrten und Hybridfahrzeuge für längere «grüne» Fahrten. Aus diesem Grund hat sich Electrosuisse entschlossen, sich im Zürcher Pilotprojekt für Smart Electric Drive mit einem Testfahrzeug zu engagieren.

 


Die E-Autos werden das Rennen machen

Marco Piffaretti, Gründer und Geschäftsführer der Protoscar SA, Rovio

Erschienen in: Bulletin SEV/VSE, 11. Februar 2011, S. 74, Nr.2 | 2011

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Es gibt viele Gründe, wieso die Zukunft den E-Autos gehört. Hinsichtlich der Energieketten (Well-to-Wheel) sind über 850 Kombinationen möglich (www.optiresource.org): Die beste punkto CO2-Ausstoss ist der Elektroantrieb, gespiesen durch erneuerbare Energien. Langfristig wird sich keine «zweitbeste», durch thermodynamische Gesetze limitierte Antriebslösung durchsetzen. Dank Lithium-Batterien erreicht man heute gute Ergebnisse. Nun sind die E-Autos autobahnund allwettertauglich und mit dem gewünschten Komfort (Klimatisierung usw.) ausgestattet. Ausser mit dem elektrochemischen Speicher kann das E-Antriebssystem auch mit anderen Energieträgern versorgt werden, wie z. B. mit Wasserstoff (den eine On-Board-Brennstoffzelle zu Strom wandelt). Das gibt der E-Technologie eine breite Palette an Lösungen für Energieträger, die bezüglich Diversifizierung unschlagbar ist.


Der Strom für den E-Antrieb kann – und soll – mittels erneuerbarer Energien hergestellt werden. Langfristig ist das E-Fahrzeug sogar der «Retter» der erneuerbaren Produktion, weil es gezielt genau dann geladen werden kann, wenn erneuerbarer Strom erzeugt wird. Es ist schon heute viel zu schade, den wertvollen Rohstoff Öl einfach zu verbrennen. In der Chemie- und  Pharmaindustrie (oder für Flüge) ist dessen Einsatz sinnvoller. Für das Ladezeitproblem gibt es drei Lösungen: Battery-Swap, Range-Extender und DC-Schnellladung. Der Protoscar Lampo kann mit der Schnellladung 100 km in 10 min «tanken». Das Hauptproblem, nämlich die Anschaffungskosten, ist lösbar, da ab einer gewissen km-Leistung die TCO (Total Cost of Ownership) dem konventionellen Fahrzeug gleichkommen und dieses dann unterbieten. Und mit der Batteriemiete bzw. Leasing kann auch die Kostenstruktur den «üblichen» Erwartungen angepasst werden. Und wem das nicht reicht, den kann man auf den Faktor Fahrspass bei E-Autos aufmerksam machen: Bezüglich Drehmoment nimmt es ein Lampo mit Brusa-Antrieb spielend mit einem Hochleistungs-Sportwagen auf – bei einem äquivalenten Verbrauch von 1,7 l/100 km. Das wäre eigentlich echter «Vorsprung durch Technik».

Die Bedeutung und die möglichen Einsatzgebiete der Elektromobilität wachsen kontinuierlich. Spannende technologische Entwicklungen warten noch auf uns. Das Bulletin SEV/VSE fokussiert in seiner Ausgabe Nr. 2/2011 die E-Mobilität. Weiter zum Bulletin